Hallo ihr Lieben,
als ich heute Nacht von einer Sitzung nach Hause gefahren bin, hatte ich viel Zeit, um meinen Gedanken mal wieder ungestört nachzuhängen. Ich habe mich gefragt, was mein momentaner Gesundheitszustand mir sagen will. Schließlich hat alles im Leben einen Grund. Leider verstehen wir das oft nicht und wollen es vielleicht auch gar nicht.
In meinem Fall konnte bisher zu sämtlichen Beschwerden keine Ursache gefunden werden, was mich einerseits zwar freut, weil ich gesund zu sein scheine. Andererseits fühle ich mich nicht so und es bleibt auch die Angst, dass irgendwo noch etwas Unentdecktes schwelen könnte. Deshalb möchte ich alle Eventualitäten ausschließen und renne gerade von einem Arzt zum Nächsten. Ich muss dazu sagen, dass ich Arztbesuche hasse. Ich komme mir vor wie ein Hypochonder und es kostet mich jedes Mal eine Riesenüberwindung, einen neuen Termin auszumachen und laufend beim Hausarzt auf der Matte zu stehen. Mir ist das regelrecht peinlich. Aber ich weiß auch, dass ich es mir selbst wert sein muss, dass ich mich um mich kümmere. Ich möchte mich nicht mit den Gegebenheiten abfinden, dafür bin ich zu jung. Ich möchte die Zeichen meines Körpers ernst nehmen und mich darum kümmern. Das bin ich mir schuldig.
Was aber ist die Lektion aus der ganzen Sache? Geht es hier um Selbstliebe? Achtsamkeit? Konsequenz? Wahrnehmung? Heute Nacht habe ich viel darüber nachgedacht. Ich weiß mittlerweile, dass bei mir in allen Punkten Defizite da sind, an denen ich arbeiten muss. Auch das muss ich mir wert sein.
Das ist für mich eine ungewohnte Erfahrung, weil ich mich normalerweise immer erst um Andere kümmere und ich selbst erst ganz weit hinten komme. Aber alles hat einen Sinn und auch diesen Teil meines Weges gilt es anzunehmen und daraus zu lernen.
Habt einen schönen Abend
Leandra

