Hallo ihr Lieben,
ich hoffe, ihr habt gestern schön gefeiert und hattet ein wunderbares Beltane. Ich bin mit den Ritualen ja eher spontan und gestalte es so, wie es für mich stimmig ist und wie es mir in den Sinn kommt. Natürlich gibt es auch wunderbare Rituale, die bereits lange vorher geplant werden. Trotzdem passt es für mich so ungeplant besser.
So habe ich mich also gestern hingesetzt, mir intuitiv eine Räuchermischung zusammengestellt und mir alles hergerichtet, was ich so brauchte. Dazu gehört auf jeden Fall meine Jahreskerze, deren Farbe mir als Zusammenfassung der Rauhnächte stimmig erschien. Dann natürlich mein Räucherstövchen, ein kleines Notizbuch um die Wirkung der Räuchermischung zu notieren, ein Büchlein um meine Erfahrungen mit den Festen aufzuschreiben, meine Karten, und meine aktuell verwendeten Steine.
Da wir es zugleich mit dem Monatswechsel zu tun haben, habe ich als Rückblick nochmal meine Rauhnachtsaufzeichnungen für den April gelesen und muss sagen, dass es sehr passend war. Ich bekam damals abschließend noch das Bild von einem Vulkan oder Geysir, was auch zu den "Ausbrüchen" der letzten Woche passt. Mein April-Begleiter, der Steinbock, war mit seiner Aussage sehr stimmig und hat mir genau das gegeben, was ich gebraucht habe.
Dann habe ich mich auf den Mai eingestimmt, meine Notizen dazu gelesen, mich mit meinem neuen Krafttier beschäftigt (das mir damals übrigens kurz vor der Ziehung vor meinem inneren Auge erschienen ist) und auch hier die Notwendigkeit und Übereinstimmung erkannt. Zudem hat mir die liebe Luana gestern zwei Karten aus ihrem neuen Orakel gezogen, die exakt zu diesen Aussagen passen und sie äußerst stimmig ergänzen.
Dann habe ich mich bei Mutter Erde bedankt, dass sie uns ihre Kraft so eindrucksvoll zeigt. Quasi aus dem Nichts ist die wunderbar blühende Natur entstanden, wo vor 5 Wochen noch alles kahl war sind jetzt blühende Blumenwiesen. Welche Kraft und Hartnäckigkeit dahinter steckt. Immer wieder beeindruckend. Daran möchte ich mir ein Beispiel nehmen. Auch wenn es so erscheint, als würde alles trüb und grau bleiben, irgendwo sprießt die Kraft, die alles bunt und üppig werden lassen kann. Wir dürfen uns nur nicht entmutigen lassen. Die Kraft ist da, sie schlummert nur und wartet darauf, geweckt zu werden.
Zudem ist es wichtig, das Gleichgewicht zu finden. Beltane ist ja auch ein Fest der Vereinigung von Mann und Frau, von Hell und Dunkel. Dieses Gleichgewicht gilt es auch, in unserem Leben zu finden. Nach jeder dunklen Zeit kommt wieder Licht. Sehnsüchtig erwartet und doch rechtzeitig. Das dürfen und müssen wir feiern. Eine Vereinigung von Innen (Winter, Rückzug, Trauer usw.) und Außen (Sommer, Ausgelassenheit, Freude usw.). Diese Ausgeglichenheit macht wohl Beltane aus. Den Aufbruch ins Außen. Ich denke, jeder hat hier auch andere Assoziationen. Nichts davon ist verkehrt. Denn wenn wir in uns hineinhören und uns mit der Natur und der Verbindung zu uns selbst beschäftigen, dann liegen wir immer richtig.
Ich für meinen Teil durfte erkennen, dass ich mich nicht auf Teufel komm raus mit meiner Weiblichkeit beschäftigen muss, sondern auch den männlichen Teil zulassen soll. Das weibliche, göttliche in mir muss ich definitiv mehr stärken, aber ich soll das männliche nicht verdrängen. Im Gleichgewicht liegt die Zufriedenheit. Das wird der Schlüssel sein.
Im Anschluss habe ich im Rauch der Kräuter meine aktuell verwendeten Steine gesegnet und mit Kraft und Schutz aufgeladen. Auch mein neues Kartendeck habe ich darin gereinigt, mit der Bitte, mir immer den rechten Weg zu zeigen.
In einem wichtigen Teil meines "Rituals" bitte ich immer meine Krafttier, Helfer, Geistwesen und z. T. auch Ahnen zu mir, um mir Bilder, Impulse, Eingaben zu schicken, wobei sich der Steinbock langsam zurückzog. Dieser Teil war gestern ganz besonders stark, wie ich ihn noch nie empfunden habe. Zuerst bekam ich das Bild eines Frosches.
Hier könnt ihr mehr darüber lesen. Ich würde sagen, passt! Danach kamen mir Botschaften meines kürzlich verunglückten Nachbarn, worüber wir noch alle im Schock sind. Das war für mich sehr emotional, gab mir aber auch ein Stück weit Frieden. Er hat seinen jedenfalls gefunden.
Nach einer Weile hatte ich das Gefühl, als ob etwas Besitz von mir ergreift. Es war, als wäre ein großer Dorn/Stachel der Länge nach in meiner Brust und wollte herausgezogen werden. Zuerst rührte sich nichts. Dann wurde mein neues Krafttier, der Elch, davorgespannt und zog mit voller Kraft. Ich wollte schon aufgeben, als sich plötzlich etwas in meinem Körper rührte. Mein Oberbauch und mein Brustkorb verkrampften sich plötzlich, als wollten sie den Dorn loswerden wollen. Es wurde immer heftiger und schmerzhafter. Alles zitterte und es war wie ein Würgen. Mein Oberkörper zuckte richtig, die ganzen Muskeln waren angespannt und versuchen, den Fremdkörper heraus zu schieben und zu würgen. Plötzlich konzentrierte sich der Schmerz nicht mehr auf den Brustkorb, sondern war zwischen den Schlüsselbeinen. Ich bekam den Impuls, von meiner Löwenzahn-Essenz zu nehmen um hier etwas zu lösen. Leider ging auch nach einigem Warten nichts mehr vorwärts, aber der Druck war bedeutend leichter. Es scheint noch nicht ganz raus zu sein, aber etwas kam hier gestern eindrucksvoll in Bewegung. Anschließen hatte ich ein Grummeln und Gluckern im Bauch.
Danach erschien mir noch das Bild einer schönen Frau, nur Oberkörper und Gesicht. Ob das wohl die Göttin war?
Jedenfalls war ich danach recht erschöpft und habe mir noch eine kleine Legung mit den Lenormands für den Mai gemacht, die ich aber noch genauer entschlüsseln muss. Aber es scheint aufwärts zu gehen.
Zum Abschluss habe ich die höheren Mächten um Schutz und Unterstützung für die nächste Zeit gebeten und mich bei ihnen für die wunderbaren Erfahrungen bedankt.
Wie sehen eure "Rituale" aus. Seid ihr da eher starr oder geht ihr eurer Intuition nach?
Alles Liebe für euch
Leandra